Samstag, 20. Oktober 2012

Cristina und ein Kiosk in Morón


Cristina Fernández de Kirchner (Foto von Wikipedia)


 -„!Hola, 5 Bon o Bones, por favor!“
Die Frau versteht mich zuerst nicht. Das Ganze nach 2 Monaten leben als Ausländerin schon gewohnt, wiederhole ich meine Bitte nochmal.
-„Ah, ja, Entschuldigung. Ja.“ Sie holt die Bon o Bones und fragt dann: „Bist du Brasilianerin?“
-„Wie bitte?“
-„Bist du aus Brasilien?“
- „Nein. Ich komme aus Deutschland.“
-„Studierst du hier?“
-„Nein, ich arbeite in einem sozialen Projekt.“  
Sie holt sich hinten im Kiosk bei einem Mann das Wechselgeld. Der sagt irgendwas.
-„Er möchte wissen, was du von unserer Präsidentin hältst. Weil du ja aus Deutschland bist.“ Hm.
-„Halt einfach nur den Daumen nach oben oder unten.“
Ich halte den Daumen vorsichtig nach unten. Und die beiden freuen sich. Sagen, sie hätten sich das nur gefragt, weil ich ja in einem sozialen Projekt arbeite und so. Sie erzählen mir von einem Protest, den sie machen wollen. Irgendwann im November. Und sie fragen, ob ich von der Kirchner denn meiner Familie und meinen Freunden in Deutschland erzähle.
„Ja.“ Sage ich. „Ja, das tue ich.“ Wir wünschen uns gegenseitig noch einen schönen Tag, ich nehme die 5 Bon-o-Bons und gehe.

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