Donnerstag, 28. Februar 2013

Verzaubert

Die Woche vom Carnaval habe ich in Mendoza verbracht und wurde endgültig verzaubert von Argentinien...wenn du ein paar Eindrücke haben möchtest, klick hier.

Mittwoch, 20. Februar 2013

Auch hier wächst die Nation!

Aquí tambien la nacion crece - diese Schilder findet man im ganzen Land
Es ist mein letzter ganzer Tag in San Rafael, in Mendoza. Morgen Abend werde ich wieder zurück nach Hause fahren. An diesem letzten Tag will ich mit einem Argentinier, den ich hier im Hostel kennen gelernt habe - Diego, zur Laguna del Diamante. Eine Exkursion dahin mit einer Touristenagentur: fast 900 Pesos - und durchgeführt wird sie sowieso nicht - nicht genügend Interessenten. Aber Diego hat ein Auto und so machen wir uns auf eigene Faust auf den Weg. Vorher noch einmal tanken und heißes Wasser in die Thermoskanne für den Mate auffüllen - und ab gehts. Bald sind wir dann - so glauben wir jedenfalls - auf der Ruta 101 nach Norden. Eine Stunde lang fahren wir über diese Schotterpiste mitten durch die Pampa. Ab und zu kommen wir an ein paar Kühen und Pferden vorbei. Am Horizont sehen wir die Anden. Irreal scheint das alles. Wir kommen ans Ende der Ruta, eine Kreuzung im Nichts. Die nächsten kleineren Orte werden ausgeschildert, alle mindestens 60km weg. Und wir stellen fest, wir sind falsch gefahren, nicht in den Norden, sondern in den Süden. Am Horizont kommt ein Unwetter auf und wir entscheiden, dem Auto die Straße zur Laguna doch lieber nicht zuzumuten. Schließlich haben wir keinen 4-Rad-Antrieb. Wir kehren um, wollen durch den Cañon del Atuel und durch das Valle Grande zurück nach San Rafael fahren. Aber vorher fällt mein Blick noch einmal auf das Plakat, das mitten im Nichts steht: Aquí tambien la nación crece. - Auch hier wächst die Nation. Ein kleiner Gruß von Cristina in die Pampa.

Samstag, 16. Februar 2013

Chaos

Abfahrtsbereich der Plataforma 46 von Retiro
Es ist der Freitag vom Karnevalswochenende und ich bin im grossen terminal von Retiro - dem riesigen Busbahnhof von Buenos Aires. Das Terminal ist brechendvoll an diesem langen Wochenende. Ich kann kaum durch die Menge durchkommen - Und um 20.30 Uhr soll mein Micro nach San Rafael abfahren. Es ist 20.20 Uhr und ich habe keine Ahnung an welcher der ueber 60 plataformas der Bus faehrt. Weder der Sicherheitsmensch, der Mann vom Zeitungsstand noch die elektronische Anzeigentafel kann mir weiterhelfen. Der Bus scheint nicht zu existieren. 20.26 Uhr: Das einzige, was mir uebrig bleibt, ist zur Information zu sprinten, die sich ganz am Anfang ds Terminals befindet. Mit meinem 15 Kilo-Rucksack auf dem Ruecken, einem Schlafsack und einem kleineren Rucksack in der Hand, laufe ich los. Der Mann von der Information telefoniert noch seelenruhig mit einem Kollegen, kann mir dann endlich sagen, dass ich zwischen den plataformas 37-51 Ausschau halten muss.Ich sprinte den ganzen Weg wieder zurueck. Auf den elektronischen Anzeigentafeln existiert mein Bus immer noch nicht, als ich um 20.35 Uhr eine Frau entdecke, die den selben Bus sucht. Wir sprechen mit einem Mann von dem Busunternehmen, der uns sagt, dass dieser Bus noch gar nicht angekommen ist. Total verschwitzt und mit hochrotem Kopf beginne ich mich zu entspannen. Also nicht verpasst. Ploetzlich spricht mich jemand von hinten an: Ayelén. Ihr Bus sollte schon um 19.50 Uhr gehen. Es ist bereits 21.00 Uhr. Ayelén spielt das Spiel: "Eine der naechsten 6 Lautsprecherdurchsagen ist mein Bus". Dieses Spiel spielt sie jetzt seit einer Stunde.Wir unterhalten uns ein wenig, bejammern und bemitleiden uns gegenseitig. Um 21.40 Uhr springt Ayelén mit einem Mal aufgeregt in die Luft. Ihr Bus ist da. Eine halbe Stunde spaeter kann auch ich mich in meinen breiten Sitz kuscheln, die Fuesse hochlegen und den Ausblick aufs naechtliche Buenos Aires geniessen. Ab in den Urlaub!

Samstag, 9. Februar 2013

Carnaval in Buenos Aires

Der Sonntag vor dem eigentlichen Karnevalswochenende war meine einzige Moeglichkeit den Carnaval in Buenos Aires kennen zu lernen. Wenigstens ein bisschen. Dafuer fuhr ich nach Flores, einem Stadtteil von Capital. Ich moechte gar nicht lange bleiben, nur eine Weile zuschauen, wie die Porteños die 5. Jahreszeit feiern. Und das tuen sie, wer haette das gedacht, mit Murga. Ich stehe ganz vorne an der Absperrung, es sind nur wenige Leute da. Ganz genau kann ich beobachten, wie die verschiedenen Karnevalsgruppen ihre corsos machen. Trommeln und Tanz, Fahnen werden geschwenkt und es wird geklatscht, doch alles scheint wie die Ruhe vorm Sturm. Denn richig losgehen tut es erst dieses Wochenende, das Wochenende von Carnaval. Doch jetzt bin ich nicht in Buenso Aires, sondern in San Rafael, in Mendoza.

corso in Flores - einem Stadtteil von Buenos Aires

Samstag, 2. Februar 2013

Westerland

Wir, ein paar Freiwillige, sitzen zusammen im Seminarraum in Baradero. Es ist Mittwoch und wir sind seit Montag Mittag in auf unserem Zwischenseminar.
Wir singen Westerland von den Ärzten, mit 2 Gitarren, einer cajon und leichte, fröhliche Wehmut für mich, auch wenn's die Nordsee und nicht die Elbe ist.
Auf dem Seminar machen wir uns Gedanken über das, was war und das, was sein wird, über Erwartungen und Realität, über Armut, über Arbeit mit Kinder und Jugendlichen, mit Senioren und Behinderten. Über die Motivation von uns und die Motivation von den Menschen, mit denen wir arbeiten. 

Tischdekoration vom letzten Abend - zum asado - was sonst?
Besinnlich, interessant, lustig, wir haben viel Spaß. Der letzte Abend ist ein bunter Abend: mit Spielen, Wettkämpfen zwischen den deutschen Freiwilligen und den argentinischen Gruppenleitern, einer Heavy-Metal-Version von Lemon Tree und Wise-Guys-Covers. Wir feiern unsere Halbzeit und das, was noch kommt, wir feiern neue Freundschaften und unser neues Zuhause.