Freitag, 19. April 2013

Mein Tattoo

Kurz vorm Mittagessen: Gisela und ich begrüßen die Kinder, bereiten die letzten Kleinigkeiten für die Aktivitäten am Nachmittag vor, fragen die Kinder über ihre Erlebnisse seit der Merienda am Vortag bis jetzt aus. Wir versuchen ein bisschen herauszufinden, wie die Kinder so drauf sind und was es später zu essen gibt, wir besprechen uns mit den anderen educadores und trinken Mate in der Küche und versuchen wir eben irgendwie selbst noch ein paar persönliche Worte zu wechseln- alles gleichzeitig, mehr oder weniger.
Candela ist heute eine der Ersten, die erscheint und sie nutzt die Zeit aus, die wir dadurch für sie aufbringen können. Zuerst wird nur etwas gequatscht, dann geben wir ihr was zum ausmalen. Aber Cande mag lieber das Tattoo von Gisela auf ihrer Schulter "ergänzen". Und dann malt sie mir auch was auf den Rücken: Die Farben des Fußballclubs San Lorenzo und sich selbst.

Dienstag, 9. April 2013

Postkarte vom Meer und ein Osterbild

In Argentinien war gerade ein langes Wochenende, Ostern, Gedenktag für die Opfer des Krieges um die Malvinas, Brückentag: 6 Tage kamen da zusammen. 
Grund genug, Buenos Aires noch einmal "chao" zu sagen und noch mehr Ecken in Argentinien kennen zu lernen. Mein Reiseziel war Puerto Madryn, 20h-Busfahrt von der argentinischen Hauptstadt entfernt liegt die Stadt an der Küste Patagoniens. Die Haupteinnahmequelle ist der Tourismus. Hauptattraktion: Die Wale. "Zwischen Juni und Dezember ist es schwierig keine Wale zu sehen. Da liegt man nachts in seinem Bett und hört die Tiere draußen. In dieser Zeit ist alles voll von den Walen."
Meine Reisezeit war März/April. Und die Tiere, die ich sah, waren keine Wale, sondern Pinguine, Orkas und Seeelefanten. 
Wer Lust hat, etwas über meinen Ausflug von den Seeelefanten von Punta Ninfas zu lesen, klick: hier. 
Wer sich gerne ein Osterfoto aus der Hafenstadt ansehen möchte, klick: hier.
auf dem Weg nach Punta Tombo, zur größten Kolonie der Magellan-Pinguine der Welt

Donnerstag, 4. April 2013

Malvinas Argentinas oder British Falkland?

Blick auf Puerto Madryn
Puerto Madryn, 2. April 2013. Meinen letzten Urlaubstag in Patagonien verbringe ich am Strand: Barfuß und und in meinem dicken Alpaca-Pullover. Ein langer Strandspaziergang führt mich vom Zentrum der Stadt weg in die stille Ferienhaussiedlung. Ab und zu setze ich mich in eine Düne und schaue einfach nur aufs Wasser. Plötzlich spricht ein älterer Mann mich an: "Ist Cristina schon gekommen?" "Wie, Cristina?", sage ich. "Um 12.00 Uhr soll Cristina kommen, ist sie schon da?" Ich sage, ich hätte keine Ahnung. Der Mann geht eilig weiter Richtung Zentrum. Heute ist der Gedenktag für die Gefallenen in dem Krieg um die Falklandinseln oder Malvinas 1982. Der Krieg damals war eine Propagandaaktion, das Land wollte von den inneren Problemen ablenken, ein Nationalbewusstsein heraufbeschwören. 
In Argentinien werden Straßen heute Malvinas Argentinas benannt. Und auf offiziellen Karten sind sie als argentinisches Staatsgebiet verzeichnet.
Cristina kommt also nach Puerto Madryn, um über diese Inselgruppe im Südatlantik zu sprechen. Und ich mache einen Strandspaziergang und versuche meinen letzten Urlaubstag zu genießen. Den Auftritt der Präsidentin habe ich leider verpasst.