| gemütlich im salón währenddessen es draußen in Strömen regnet |
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Freitag, 3. Mai 2013
Regentag
Freitag, 19. April 2013
Mein Tattoo
Candela ist heute eine der Ersten, die erscheint und sie nutzt die Zeit aus, die wir dadurch für sie aufbringen können. Zuerst wird nur etwas gequatscht, dann geben wir ihr was zum ausmalen. Aber Cande mag lieber das Tattoo von Gisela auf ihrer Schulter "ergänzen". Und dann malt sie mir auch was auf den Rücken: Die Farben des Fußballclubs San Lorenzo und sich selbst.
Samstag, 23. März 2013
Maniküre
Bis zum Mittagessen ist noch etwas Zeit, wir quatschen mit den Kindern herum. Fragen sie, ob sie Hausaufgaben haben, ob es etwas Neues in der Familie gibt, ob sie irgendetwas erzählen wollen. Es wird gepuzzelt, gemalt oder gespielt. Paula* möchte heute Gisela die Fingernägel lackieren. Die kleine 7-Jährige patscht immer wieder ganz eifrig den Pinsel des lila-Nagellacks auf die rot-lackierten Fingernägel von Gise.
Danach bin ich an der Reihe. Wenn Paula* sich die Finger einschmiert, wischt sie das an meiner Jeans ab - Egal, die hat eh schon Löcher, die jeden Tag größer werden. Als sie mit ihrem Werk zufrieden ist, fängt sie an ein Ostereibild auszumalen. Den Nagellack auf meinen Fingernägeln trage ich nun stolz zur Schau. Wie viel Zeit ist doch schon vergangen, seitdem ich Paula* damals zurechtwies und sie mich so gar nicht akzeptierte.
| mein stilvoller neuer Look! |
Mittwoch, 20. März 2013
Herbstanfang
Der Sommer ist vorbei, die Kinder gehen wieder zur Schule - wenn nicht gerade Lehrerstreik ist.
Und wir arbeiten mit den Kindern wieder in den salones. Einige der kleinen chikis sind zu der Gruppe der Größeren gewchselt. Und auch für die educadores gibt es eine Veränderung: Gise und Eve haben die Plätze getauscht. Meine letzten 4 1/2 Monate werde ich Gise mit den Kleinen unterstützen. 6 Kinder sind in der Gruppe. Gestern haben wir mit den chikis den Alltag angefangen: Jedes Mal muss eines der Kinder am Anfang des Tages den heutigen Wochentag und das Datum aufschreiben. Und ganz wichtig: wir bereiten die Wahl vor. Die große Wahl der Namen für die Gruppen...
| "Herzlich Willkommen - Dienstag, 19. März 2013" und eine Illustration des Wetters |
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Mittwoch, 20. Februar 2013
Auch hier wächst die Nation!
| Aquí tambien la nacion crece - diese Schilder findet man im ganzen Land |
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Samstag, 16. Februar 2013
Chaos
| Abfahrtsbereich der Plataforma 46 von Retiro |
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Samstag, 9. Februar 2013
Carnaval in Buenos Aires
Der Sonntag vor dem eigentlichen Karnevalswochenende war meine einzige Moeglichkeit den Carnaval in Buenos Aires kennen zu lernen. Wenigstens ein bisschen. Dafuer fuhr ich nach Flores, einem Stadtteil von Capital. Ich moechte gar nicht lange bleiben, nur eine Weile zuschauen, wie die Porteños die 5. Jahreszeit feiern. Und das tuen sie, wer haette das gedacht, mit Murga. Ich stehe ganz vorne an der Absperrung, es sind nur wenige Leute da. Ganz genau kann ich beobachten, wie die verschiedenen Karnevalsgruppen ihre corsos machen. Trommeln und Tanz, Fahnen werden geschwenkt und es wird geklatscht, doch alles scheint wie die Ruhe vorm Sturm. Denn richig losgehen tut es erst dieses Wochenende, das Wochenende von Carnaval. Doch jetzt bin ich nicht in Buenso Aires, sondern in San Rafael, in Mendoza.
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Sonntag, 27. Januar 2013
Halbzeit
Für mich irreal, aber es ist wahr: Die Halbzeit ist herum. Kein schönes Gefühl und ich verfalle etwas in Melancholie. Jetzt gerade fängt erst alles an, sich so wundervoll normal anzufühlen: ein Alltag, so weit es nach 6 Monaten in einem fremden Land eben möglich ist - Doch das fremde Land ist eben immer weniger fremd, fühlt sich immer normaler an, weil die Erinnerung an Deutschland nicht verschwindet, aber verblasst, irgendwo ganz hinten im Kopf gespeichert und abgelegt. Die Realität und das Leben in der Heimat sind hier vor Ort einfach nicht mehr präsent und eben momentan eine Erinnerung. Ein Gefühl der Zugehörigkeit, dass man braucht und zu schätzen lernt, auf das ich aber auch nicht alles bauen kann.
Freitag, 7. Dezember 2012
Kino in Bewegung
- Cine en Movimiento wird 10 Jahre alt.
Seit 10 Jahren werden gemeinsam mit den Jugendlichen aus verschiedenen Projekten aus ganz Buenos Aires Filmprojekte gemacht. Die jóvenes zeigen ihr Leben, so wie sie es sehen: am Freitag dem 7. Dezember gibt es ein großes festival in La
Paloma.
Hier ist ein etwa 4 minütiger kleiner Film von Cine en Movimiento...(Spanischkenntnisse nicht von Nöten):
Seit 10 Jahren werden gemeinsam mit den Jugendlichen aus verschiedenen Projekten aus ganz Buenos Aires Filmprojekte gemacht. Die jóvenes zeigen ihr Leben, so wie sie es sehen: am Freitag dem 7. Dezember gibt es ein großes festival in La
Paloma.
Hier ist ein etwa 4 minütiger kleiner Film von Cine en Movimiento...(Spanischkenntnisse nicht von Nöten):
Mittwoch, 28. November 2012
Zeitraffer
Adventskalender basteln für die Mitbewohnerin und für La Paloma, Weihnachtskarten schreiben, Postkarten schreiben, ins Kino gehen, in La Paloma arbeiten, am taller de cine teilnehmen, bei der revista vida abundante arbeiten. Weihnachtsgeschenke nach Deutschland? Mosquitos im Schlafzimmer tot schlagen. Urlaubsplanung: Der Norden von Argentinien, nach Montevideo und nach Chile. Und irgendwie versuchen sich bei 30°C auf Weihnachten einzustellen.
Samstag, 17. November 2012
Im Zentrum der Kultur
An der einen Straßenecke ist ein Haus, das recht interessant aussieht: Interessant, wenn ich als deutsche Freiwillige auf der Suche nach argentinischen Leuten bin. Interessant, wenn ich mir einen Alltag organisieren möchte.
In dem etwas alt miefenden Zimmer stehen Möbel kreuz und quer durcheinander. Angrenzen tut ein Raum mit Bühne. Eine ganze Weile lang rede ich mit Nathalia, die die talleres de cine leitet und mit 2 Jungs', die mir viele Fragen stellen über Deutschland und über das, was ich hier so mache. Wir reden über Infrastruktur in Argentinien und in Deutschland, über studieren "acá y allá", über Rassismus und Nationalsozialismus. Am Dienstag werde ich mir den taller de documental ansehen können. Und auch sonst immer gerne vorbei kommen. Die beiden Jungs' laden mich ein am Donnerstag zu kommen. Es gibt einen Radiosender, den sie ausstrahlen. Irgendetwas mit Videospielen. Ich solle sie auf facebook suchen, sie geben mir viel Infomaterial mit und Tipps, welche argentinischen Filme ich mir denn am besten ansehen soll. Ich bedanke mich und dann gehe ich - in Vorfreude auf Dienstag...
| "canto, teatro, gimnasia" - Gesang, Theater, Sport. |
Montag, 12. November 2012
Yerba aus dem Kürbis
Endlich habe ich auch einen. Einen eigenen mate. Dass die Argentinier viel mate trinken, ist kein Vorurteil, kein Klischee, es ist eine Tatsache. Die einen mehr, die anderen weniger, die einen mit Zucker, die anderen ohne. Und im Sommer: tereré.
Mate ist so etwas wie Tee. Nur kein normaler Tee. Gräser, Kräuter - yerba - aus der Gegend, in der sich Brasilien, Paraguay und Argentinien treffen. Die werden lose in den Mate-"Becher", geschüttet, traditionell aus einem Kürbis angefertigt. Und dann die bombilla hineinstecken und heißes Wasser drauf kippen. Jeder nimmt 3 oder 4 kleine Schlucke und dann geht der mate zurück an den Servierer und dieser gibt den mate an den Nächsten. Ein Beisammensein. Gemeinschaft. Und alles ganz tranquilo.
7 Tage lang habe ich jeden Abend den mate lavado aus dem mate von Ka herausgekratzt und in meinen Mate hineigestopft. Das macht man so, um den mate verwendungsfertig zu machen. Heute Abend konnte ich den ersten mate aus meinem eigenen mate-Becher genießen.
Mate ist so etwas wie Tee. Nur kein normaler Tee. Gräser, Kräuter - yerba - aus der Gegend, in der sich Brasilien, Paraguay und Argentinien treffen. Die werden lose in den Mate-"Becher", geschüttet, traditionell aus einem Kürbis angefertigt. Und dann die bombilla hineinstecken und heißes Wasser drauf kippen. Jeder nimmt 3 oder 4 kleine Schlucke und dann geht der mate zurück an den Servierer und dieser gibt den mate an den Nächsten. Ein Beisammensein. Gemeinschaft. Und alles ganz tranquilo.
| mein Mate, die bombilla und eine Thermoskanne, dieses "equipo de Mate" haben Argentinier mehr oder weniger immer dabei... |
7 Tage lang habe ich jeden Abend den mate lavado aus dem mate von Ka herausgekratzt und in meinen Mate hineigestopft. Das macht man so, um den mate verwendungsfertig zu machen. Heute Abend konnte ich den ersten mate aus meinem eigenen mate-Becher genießen.
Montag, 5. November 2012
Sein oder nicht sein - Was ist meine Frage?
Der patio ist voll mit Tischen, Ständen mit selbstgemachten Bilderrahmen, Notizblöcken und Schmuck aus Zeitungspapier. Selbstgemachte Marmelade, Mützen, Seife. Selbstgemachte cajones, selbstgemachter Glasschmuck und Fotos aus der selbstgebastelten Kamera. Und aufgeführt wird ein selbstgeschriebener Rap. Alles von den jóvenes der Tageszentren:
Ein Zusammentreffen von 7 Projekten aus dem Großraum Buenos Aires in La Paloma. Arcángel Gabriel, Florencio Varela, El Sembrador, Baradero, Casa San Pablo, La Paloma. Die Jugendlichen aus den Projekten haben Fragen an die Provinzregierung Buenos Aires. Die können sie heute, am 2. November, stellen, 4 Funktionäre der Regierung nehmen sich Zeit für sie. Die jóvenes stellen ihre Fragen, wochenlang vorbereitet. Und die Funktionäre geben lange Antworten. Alle reden viel, 1 1/2 h lang. Aber niemand sagt etwas. Denn eigentlich trauen sich die einen nicht und die anderen wissen, dass sie nicht müssen. Oder sie sehen nicht.
Es scheint so verlockend leicht für mich, darüber zu urteilen.
| Der comedor von La Paloma: alles ist vorbereitet für 1 1/2 h direkte Demokratie |
Es scheint so verlockend leicht für mich, darüber zu urteilen.
Samstag, 3. November 2012
Ein Familientag
In La Paloma feiern wir nicht den "Día de la Madre": Den argentinischen Muttertag am 3. Sonntag im Oktober. Es haben nicht alle Kinder eine Mama. Also feiern wir in La Paloma den "Tag der Familie". Wir essen chorypan und sehen den Kindern zu, wie sie cumbia tanzen. Wir springen Seil, malen und spielen Memory. Ein großes Memory mit Fußballtrikots. Wir machen eine Schatzsuche und am Ende kriegen die Familien ein kleines Geschenk. Das Geschenk haben die chicas und chicos vorbreitet - Farbe mit Strohhalmen auf Papier gespritzt, die Familie darauf gemalt und dann in eine alte Videokassettenhülle gesteckt: Eine Schachtel, in die die educadores jeweils noch ein Kartenspiel, einen Notizblock, einen Stift und ein paar Kerne zum Knabbern hineingestckt hatten.
Ein schöner Familientag war das - obwohl die eigene Familie so ganz weit weg war.
Ein schöner Familientag war das - obwohl die eigene Familie so ganz weit weg war.
Montag, 29. Oktober 2012
Straßenfußball: El fútbol callejero
Mittwoch, 19. September 2012
Endlich
Es ist 6 Uhr. Ich komme von der Arbeit nach Hause. Schon
etwas früher als sonst, weil die reunión etwas entspannter lief. Ich
betrete die Küche und meine Gastschwester grinst mich an. Beso zur Begrüßung
und sie sagt: „Es gibt gute Neuigkeiten!“ In mir steigt etwas Vorfreude auf. Ab
ins Wohnzimmer: Da sitzen meine beiden Mitbewohnerinnen mit meinem Gastvater.
Resa hält ihre Hand hoch und klimpert mit Schlüsseln in ihrer Hand, erwartungsvolle
lachende Gesichter schauen mich an und von mir kommt ein stummer Schrei. „Du
kannst auch ruhig laut schreien, haben wir auch gemacht.“
Mein Gastvater telefoniert.
Keine Auskunft. Die Verwalterin könne aber weiterhelfen. Wir warten noch ein
paar Minuten. Und dann por fin: Samstag müssen wir unsere so
liebe Gastfamilie verlassen. Die wunderschöne Zeit hier ist vorbei: Wir können
in unsere Wohnung.
Dienstag, 11. September 2012
Ein Tag für die Lehrer
| Einige Schulbücher meiner Gastschwestern |
Meine Gastschwestern müssen heute nicht in die Schule. Meine
Gastmutter – eine Lehrerin – muss nicht in die Schule. Von Kollegen und
Schülern hat sie kleine Geschenke bekommen, gestern schon. Und ich, ich muss
heute auch nicht arbeiten. Heute ist der Dia del Maestro – Der Tag des Lehrers.
In La Paloma, der Dia del „educador“.
Ich arbeite erst seit 2 Wochen in der casita. Mit dem castellano hapert es noch. Die chiquis nehmen mich noch nicht ganz für voll. So richtig
nützlich fühle ich mich noch nicht.
Doch eines kann ich sagen: Ich bin glücklich. La Paloma macht
mir jeden Tag gute Laune.
Ich feiere den Dia del „educador“!
Donnerstag, 6. September 2012
Bumm - Bumm
Ein Gespräch mit Eve beim Aufräumen: Draußen spielen ein educador und ein paar jóvencitos auf der bombo. Bumm – bumm – bumm - … .
„Das ist
Murga.“ Sagt Eve. „Kennst du das?“ „Ja, kenne ich schon. Wir hatten einen
Workshop während der capacitación.“ „Habt ihr getanzt?“ „Ja.“ Ich lache. „Das
war ziemlich lustig…“ Der Rhythmus der bombo vibriert in meinem Bauch.
„Habt ihr auch über die Geschichte gesprochen?“ „Ja“. Und
ich denke an die Sklaven: „Für mich ist das total interessant: In
Europa denken alle Menschen: Argentinien – Tanz: Tango. Aber keiner kennt
Murga. Und hier gibt es so viel Murga. Bisher habe ich so gut wie keinen Tango
gesehen. Nur in La Boca. Als sie für die Touristen getanzt haben.“
„Ja. Murga wird viel in den barrios getanzt.“ Von den "einfachen" Leuten.
Und ganz viel von der Unterschicht.
Und ganz viel von der Unterschicht.
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