gemütlich im salón währenddessen es draußen in Strömen regnet
Es regnet. Das bedeutet für den Zustand von unbefestigten Straßen: matschig bis überschwemmt. Und das bedeutet für die chic@s, mit denen wir arbeiten: Sie gehen lieber nicht auf die Straße. Das Wasser läuft ja schon fast ins Haus hinein und angemessene Kleidung - vor allem Schuhwerk - ist sowieso nicht vorhanden. Und die colectivos fahren auch nicht richtig, weil die Straßen zum Teil überschwemmt sind. Wir gehen nicht zur Arbeit, nicht zu Schule, nicht nach La Paloma. Heute sind von den ca. sonst 25 Kindern nur 5 da. Alle kommen sie durchnässt an. Wir machen es uns gemütlich, schauen uns einen Film an und trinken am Ende noch eine heiße Milch. Ich bleibe heute noch 2 Stunden länger und mache mit den Jugendlichen Macramé in deren Salón. Dabei trinken wir Mate und mate cocido mit Milch. Wir hören Musik und Katy ist mit meiner Kamera unterwegs. Carlitos ahmt das Lachen ihrer älteren Schwester Brenda nach. "Hihihihihi". Bis wir alle lachen müssen. Wir sprechen über die neue Frisur von Apu. Um halb acht schließlich machen wir uns alle auf den Heimweg. Vorher stehen wir in der warmen Küche und scherzen herum, essen Birnen und Kekse. Keiner hat wirklich Lust vor die Tür zu gehen.Es ist nass, dunkel und kalt.
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